Wie konsequent?




Erzählt wie ihr eure Kinder zum barfuß laufen gebracht habt.

Wie konsequent?

Beitragvon tiptoe » So 21. Jun 2020, 15:36

Wenn eltern ihre kinder barfuß aufwachsen lassen, was ist das ziel?
Sollten sie immer, drinnen und draußen, in stadt und land, sommer wie winter barfuß bleiben?
Ist es sinnvoll, ihnen im sommer gar keine schuhe zu geben und erst im spätherbst und winter wieder?
Oder ist das sowieso für jedes kind individuell unterschiedlich, ganz wie sie möchten?
(Ich vermute, wenn kinder erst gar nicht ans automatische schuhe-anziehen gewöhnt werden, werden sie es auch nicht vermissen ... vor allem wenn sowieso bei familien-aktivitäten alle barfuß sind.)
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von Anzeige » So 21. Jun 2020, 15:36

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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Jojo » Mo 22. Jun 2020, 20:25

Mein Bruder und ich waren im Sommer immer barfuß und im Winter draußen mit Schuhen und drinnen mit Socken. Die Socken haben wir irgendwann abgeschafft und seither sind wir das ganze Jahr drinnen barfuß. Im Stall waren wir auch immer barfuß, Sommer wie Winter.

Wir haben nie den Wunsch entwickelt dass man im Sommer Schuhe braucht. Wenn wir gewollt hätten hätten wir sicher welche bekommen. Aber wir haben uns jedes Frühjahr gefreut wenns wieder barfuß losging. Wir waren wirklich überall barfuß, auch Kindergarten, Schule und Kirche. Daran wird sich auch nichts ändern.
Jojo
 
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Barfußfreund » Di 23. Jun 2020, 19:11

tiptoe hat geschrieben:Wenn eltern ihre kinder barfuß aufwachsen lassen, was ist das ziel?
Sollten sie immer, drinnen und draußen, in stadt und land, sommer wie winter barfuß bleiben?
Ist es sinnvoll, ihnen im sommer gar keine schuhe zu geben und erst im spätherbst und winter wieder?
Oder ist das sowieso für jedes kind individuell unterschiedlich, ganz wie sie möchten?
(Ich vermute, wenn kinder erst gar nicht ans automatische schuhe-anziehen gewöhnt werden, werden sie es auch nicht vermissen ... vor allem wenn sowieso bei familien-aktivitäten alle barfuß sind.)


Hallo tiptoe!

So weit kann es meiner Meinung nach garnicht kommen, da unser Umfeld das nicht zulässt, weder bestimmte Mitmenschen, noch das Umfeld als solches, in dem wir uns bewegen. Selbst, wenn es die Eltern eines Kindes zulassen und ihr Kind komplett barfuß erziehen wollen, kommen wohl spätestens ab der Schule, wenn nicht früher, Beschwerden und Vorladungen von Lehrern sowie sicher auch schon bald danach von der Schulleitung, auch im Berufsleben wird es sehr selten akzeptiert und in handwerklichen Berufen schon garnicht. Es gibt Unfallverhütungsvorschriften, an die sich die Chefs eines Unternehmens halten und es deswegen auch an ihre Mitarbeiter weiter geben müssen, auch die Berufsgenossenschaft ist dahinter, dass diese eingehalten werden, da kann es sich kein noch so toleranter Chef leisten, seine Mitarbeiter barfuß gehen bzw. arbeiten zu lassen, also ist dann spätestens im Berufsleben GANZ Schluss damit. Dazu kommen auch im Privaten Gefahren wie z.B. Glas und kaum einer geht darüber ohne sich zu schneiden, das kann zwar immer passieren, aber Kinder in der heutigen Zeit sorglos barfuß gehen zu lassen, wenn die Eltern nicht dabei sind die wissen, wo Vorsicht geboten ist und welche die Gefahren auch viel besser als unbeschwerte Kinder ab- und einschätzen können, halte ich für keine gute Sache, im Garten können sie dann eher mal so toben, wenngleich natürlich auch da mal eine Biene oder Wespe "lauern" könnte, aber die absolute Garantie gibt es eben nicht, doch ist dort die Wahrscheinlichkeit, sich zu verletzen um einiges geringer. In der Stadt ist es meist gefährlicher, leider ja heute auch schon auf dem Land, wenn an der Wassertretanlage (Kneipp-Anlage) oder auf dem Spielplatz mal wieder die jungen Chaoten ihre Saufparty´s feierten und Flaschen herum schmissen, auch Spritzennadeln von Fixern sind vor allem in Städten wie Berlin und Frankfurt beispielsweise ein Thema, aber nicht nur dort. Darüber sah ich im Fernsehen schon Berichte, wo ein Fernsehteam Mütter begleitete und die Mütter zeigten ihnen die herum liegenden Spritzennadeln, die dann in der Kamera deutlich gezeigt wurden, da waren und sind Hundehaufen noch das "harmlosere" Übel.
Ich denke, wenn Kinder noch klein sind, sollten sie nur unter Beobachtung der Eltern barfuß gehen, mit 9 oder 10 Jahren kann man es sie dann schon eher mal selbst machen lassen, da sie dann vom Verstand her wohl eher reif genug sind, Gefahren besser einzuschätzen.

Gruß vom
Barfußfreund!
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon tiptoe » Di 23. Jun 2020, 19:31

Bis zu einem gewissen alter bedürfen die kinder sowieso der aufsicht der eltern. Aber das ist wohl eine individuelle sache. Ich bin von der ersten klasse an, also mit 6 jahren, selbstständig zur schule gegangen, nachdem meine mutter einmal mit mir zusammen den schulweg gegangen ist und auf alle gefahrenpunkte (eine straße ohne und eine mit ampel zu überqueren) hingewiesen hat. Ich bin zwar nicht barfuß gegangen, das war überhaupt kein thema damals, ich denke aber, kinder, die bis 6 jahre zuhause und draußen unter aufsicht barfuß gehen, werden beim schuleintritt schon routiniert genug sein, dass sie sich auch selbst überlassen werden können. Sofern die schule nichts dagegen hat. Es ist klar, dass es da jede menge bedenkenträger geben kann, auch wegen der haftung der schule für dort stattfindende unfälle. Da müsste zuerst mal der beweis angetreten werden, dass die unfallgefahr nicht sprunghaft ansteigt, wenn im sommer ein paar barfuß rumlaufen wie zuhause. Routinierte barfüßler wissen das, aber schulleitungen denken oft eher in die richtung, sich sämtliche rechtlichen scherereien mit zusätzlichen regeln vom hals zu halten.

Vielleicht können die teilnehmer was dazu sagen, die selbst noch im schulalter sind: Ab wann durftet ihr unbeaufsichtigt rausgehen und spielte barfuß dabei überhaupt eine rolle?

(Betriebliche unfallverhütungsvorschriften sind für das aufwachsen von kindern wohl nicht wirklich relevant; deren umfeld kann so gestaltet werden, dass keine besonderen gefahren bestehen.)

Wenn ich mir so manche dörfer oder gepflegte vororte vorstelle, dann sehe ich nicht viele gefahren, wenn kinder und auch erwachsene im sommer barfuß unterwegs sind. Wenn auch rings um die glascontainer scherben liegen, aber selbst das kann mit einer eindringlichen warnung (pass am glascontainer besonders auf) entschärft werden.
Herumfliegende spritzen habe ich übrigens noch überhaupt nicht gesehen. Vielleicht bin ich einfach nicht in den schlimmsten großstadtvierteln aufgewachsen? (Im übrigen zähle ich diese zu den sichtbaren gefahren, denen gut aus dem weg gegangen werden kann.)

Jojo, ist es dir schon passiert, dass die im frühjahr weggeräumten schuhe im herbst nicht mehr passten, weil du rausgewachsen bist, und dann erst mal die neue größe abmessen musstest?
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Verwunderter Gast » Di 23. Jun 2020, 19:32

Ich denke, das kann man so pauschal weder in die eine noch die andere Richtung sagen. Wer in der passenden Gegend, im passenden Umfeld aufwächst und wie Jojo das Glück hat, unbeschädigt an Körper, Geist und Seele barfuß mit oder trotz der heutigen Gesellschaft leben zu können, warum nicht?
Ich glaube, da können wir alle "Spätberufenen", mich eingeschlossen, die Jahre, Jahrzehntelang alles "gutbürgerliche" einfach als Selbstverständlichkeit akzeptiert haben, nicht so 100% mitreden.

lG Matthias, nun im dritten Jahr mit insgesamt 53 Lenzen auf dem Buckel alltagsbarfuß im Münchner Stad- und Stadtrandumfeld und von keinerlei beruflichen Zwängen geknebelt (Selbständiger Bildschirmtäter im Homeoffice)….
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Jojo » Di 23. Jun 2020, 19:49

tiptoe hat geschrieben:Jojo, ist es dir schon passiert, dass die im frühjahr weggeräumten schuhe im herbst nicht mehr passten, weil du rausgewachsen bist, und dann erst mal die neue größe abmessen musstest?


Eigentlich habe ich jeden Herbst neue Schuhe bekommen. Ab einem gewissen Alter gab es aber im Sommer immer auch mal Momente mit Schuhen. Chemielabor in der Schule, bestimmte Sportarten in der Schule, Ministrieren in der Kirche. Das findet halt dieses Jahr wegen Corona alles nicht statt weshalb ich seit Anfang April (seit es das letzte mal so kalt war) keine Schuhe mehr anhatte. Das war seit der Grundschule nicht mehr der Fall.

Wenn man klein ist braucht man natürlich Erwachsene die auf einen aufpassen. Aber das braucht man immer egal ob barfuß oder mit Schuhen. Die größte Gefahr ist sowieso der Autoverkehr.

In der Schule hat es nie Probleme wegen barfuß gegeben.
Zuletzt geändert von Jojo am Di 23. Jun 2020, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Jojo » Di 23. Jun 2020, 19:59

tiptoe hat geschrieben:Wenn eltern ihre kinder barfuß aufwachsen lassen, was ist das ziel?

Meine Eltern hatten nicht irgendein "Ziel". Dass Kinder barfuß sind war für sie einfach normal. Das hat irgendwie Familientradition. Sie waren selbst als Kinder barfuß. In der Familie von einer Schwester von meiner Mutter sind auch alle Kinder barfuß aufgewachsen. Ein Cousin (30) ist in seiner Freizeit immer noch konsequent barfuß. Dass mein Bruder und ich unser ganzes Leben im Sommer immer barfuß sein wollen haben sie eigentlich nicht erwartet. Aber es ist ihnen schon recht so.
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon tiptoe » Di 23. Jun 2020, 21:02

Ist eh das beste ... "Schuhe nur wenn wirklich nötig" (oder explizit gewünscht)
Nur was "nötig" bedeutet, darunter versteht wohl jeder was anderes und kommt wohl auch auf den ort und seine spezifischen gefahren an. Jedenfalls hast du sicher glück gehabt, nicht nur in einer barfußfreundlichen umgebung sondern auch mit barfußfreundlichen eltern aufzuwachsen (familientradition: machen die eltern mit?)
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Jojo » Di 23. Jun 2020, 21:21

tiptoe hat geschrieben:Ist eh das beste ... "Schuhe nur wenn wirklich nötig" (oder explizit gewünscht)
Nur was "nötig" bedeutet, darunter versteht wohl jeder was anderes und kommt wohl auch auf den ort und seine spezifischen gefahren an. Jedenfalls hast du sicher glück gehabt, nicht nur in einer barfußfreundlichen umgebung sondern auch mit barfußfreundlichen eltern aufzuwachsen (familientradition: machen die eltern mit?)


Nein, die Eltern sind nur ganz selten barfuß. Die Tradition ist halt dass die Kinder barfuß sind und die Erwachsenen nicht. Mein Dad hat von einem Moment auf den anderen von barfuß auf Schuhe umgestellt wo er mit 30 von meinem Opa den Hof übernommen hat. Er meint halt dass ein Hofinhaber nicht barfuß ist. Punkt. Meine Mam hat schon etwas früher umgestellt war aber wohl eh nicht so konsequent barfuß wie mein Dad. Mein älterer Bruder der ja mal den Hof übernehmen soll ist da anderer Meinung und will im Sommer immer barfuß bleiben. Das will ich auch. Aber bei mir wird ja die Frage sein ob ich in meinem Job barfuß sein kann. Mein Bruder kann das alleine entscheiden aber ich vielleicht nicht.
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Verwunderter Gast » Di 23. Jun 2020, 21:25

Tradition, was so "üblich" ist, (")Kultur(")…… Das bestimmt dann, was man so als "normal" betrachtet, evtl. ohne sich groß Gedanken zu machen, und so gibt man's an die Kinder weiter[img].

[/img]Bei uns bin ich als Spätberufener der einzige, meine Töchter sind 19 und 21, ich versuche niemanden zu überzeugen, aber ich bin so frei, daß es mir inzwischen wurscht ist, was "die Anderen" sagen. Töchtern und meistens meinem Eheweiberl ist es egal.

lG Matthias
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon tiptoe » Mi 24. Jun 2020, 00:12

Ich bin eher praktiker als traditionalist und entscheide nach praktischen kriterien, ob schuhe in der aktuellen situation wirklich nötig sind (meistens nicht). Da war die generation meiner eltern noch anders eingestellt, da spielte es eher eine rolle, wie man in bestimmten situationen angezogen zu sein hat.

Wenn ich dafür eintrete, dass kinder und erwachsene in allen situationen barfuß sein dürfen, in denen das praktikabel ist und sie es auch gerne wollen, dann hat das auch nichts mit traditionen zu tun, sondern mit persönlicher freiheit und praktischen vorteilen. (Ein genussmittel, das nichts kostet, keine gesundheitlichen schäden verursacht und höchstens ein bisschen abhängig macht ....)

Zum thema "Ziele" noch etwas: Ein gutes ziel könnte sein, die kinder dahin zu bringen, dass sie ihre eigenen, vernünftigen entscheidungen treffen (und schuhe nicht als unabdingbares muss ansehen, sondern als optionale hilfsmittel wie schals und mützen). Und ihnen gleich beim laufenlernen die fähigkeit vermitteln, barfuß auf unterschiedlichen böden zu gehen, ohne sich zu verletzen.
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon verwunderter Gast » Mi 24. Jun 2020, 11:21

Ich hab auch Traditionen nicht verteidigen wollen. Nur darlegen, warum es meistens so ist wie es ist und oft auch so bleibt. Deshalb auch "Kultur" mit beliebig vielen im Geiste dazugedachten Anführungszeichen.
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon BarfußJunge » Mi 24. Jun 2020, 16:58

Also ich finde auch das es so eine Tradition ist. Die Kinder sind barfuß und die Erwachsenen nicht. Das war halt früher schon so, weil das ist halt so ein Privileg der Erwachsenen.
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon tiptoe » Mi 24. Jun 2020, 18:17

Oder ein privileg der kinder, barfuß gehen zu dürfen .... :D

Vor vielen jahren waren schuhe teuer und nicht alle eltern konnten ihren kindern zweimal im jahr neue kaufen. Außerdem waren kinder nicht den gefahren des berufslebens ausgesetzt und hatten auch keine repräsentativen pflichten. Da war es klar, dass meistens nur die erwachsenen schuhe trugen.
Heute sind schuhe (teils) billige massenware und viele berufe ließen sich genauso gut barfuß ausüben, wenn nur nicht die traditionellen erwartungen an businessgerechte kleidung wären.
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon BarfußJunge » Mi 24. Jun 2020, 18:28

Das stimmt, allerdings ist es bei den meisten Kindern nicht mit billigen Schuhen getan, es müssen dann ja gleich teure Markenschuhe sein die trotzdem nicht lange halten. Da trifft es dann wieder zu wenn Eltern ihre Kinder Barfuß aufwachsen lassen. Und nur die Eltern Schuhe haben
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Verwunderter Gast » Mi 24. Jun 2020, 23:47

Hmm, bei Kindern gehen gute Schuhe (nicht im Sinne von "Marke" = "teuer", sondern welche, die passen, aber nur so lang oder oft eher kurz, bis die Kinderfüße rausgewachsen sind) auch ziemlich ins Geld. Da wäre "barfuß so viel wie möglich" wahrscheinlich a) am gesündesten, weil barfuß kann kein Schuh, bei dem man nicht mitbekommt, daß er zu klein geworden ist, die Füße kaputtmachen und b) trotzdem billiger.
Wer wann wo (welches Alter, Stadt/Land, "Kulturkreis", welche Berufsgruppen, welche Bevölkerungsschichten/gruppen/klassen…) traditionell wann barfuß und/oder wann und/oder zu welchen Anlässen beschuht war, dazu kann ich nix sagen.

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Re: Wie konsequent?

Beitragvon tiptoe » Do 25. Jun 2020, 10:15

Verwunderter Gast hat geschrieben:Da wäre "barfuß so viel wie möglich" wahrscheinlich a) am gesündesten, weil barfuß kann kein Schuh, bei dem man nicht mitbekommt, daß er zu klein geworden ist, die Füße kaputtmachen und b) trotzdem billiger.


Eben: "keine Schuhe" sind auf jeden fall gesünder und bequemer als "unpassende Schuhe" (oder manchmal überhaupt schuhe).

Wer wann wo (welches Alter, Stadt/Land, "Kulturkreis", welche Berufsgruppen, welche Bevölkerungsschichten/gruppen/klassen…) traditionell wann barfuß und/oder wann und/oder zu welchen Anlässen beschuht war, dazu kann ich nix sagen.


Die welt ist groß und die geschichte ist lang.
Barfuß gehen: im sommer eher als im winter, einfache leute eher als die feine gesellschaft, kinder eher als erwachsene, auf dem land eher als in der stadt, am meer eher als im inland, in nördlichen ländern eher nur im sommer ....
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon BarfußJunge » Do 25. Jun 2020, 10:23

Aber grundsätzlich kommt häufig darauf raus das Kinder Barfuß sind und Erwachsene nicht
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon tiptoe » Do 25. Jun 2020, 14:21

Wäre umgekehrt auch seltsam. Kinder wachsen in schuhen auf und irgendwann wird ihnen gesagt "ab jetzt darfst du barfuß gehen"?
Andererseits gibt es viele, die das barfußgehen für sich erst im erwachsenenalter entdeckt haben, weil es zu ihrer kindheit in ihrer familie überhaupt nicht üblich war oder sie gar die sprüche glaubten, sie würden sich sofort erkälten, verletzen, erfrierungen zuziehen, in bienen, schlangen und spritzen treten ....
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Re: Wie konsequent?

Beitragvon Verwunderter Gast » Do 25. Jun 2020, 15:59

*Meld*. Hier, spätberufener, mit 50 erst angefangen..... :D
Meine große Tochter (jetzt 21) ist schon früher mal und jetzt auch gelegentlich barfuß (eher "szeneabhängig", tendiert zu Punk und das paßt zu ihr) in der Stadt unterwegs, aber barfuß ja/nein incl. möglicher Generationenkämpfe war nie Thema bei uns, und richtig konsequent bin nur ich. Ich bewege mich eher zwischen "seriös" nach Bedarf über "Nerd" bis zum "durchgeknallter Alt-Hippie".....
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